Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

Im Kloster Nyerma verstorben: Ishe Spaldes

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Nachruf auf Ishe Spalde

Im neuen Kloster in Nyerma ist zum ersten Mal eine Nonne gestorben. Ishe Spaldes war eine der ältesten Nonnen in Nyerma und lebte seit der Einrichtung des Klosters dort. Noch im vergangenen Sommer ging es ihr gesundheitlich recht gut. Nun ist sie nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt gestorben. Ihr genaues Alter ist nicht bekannt, sie wird aber in ihren Achtzigern gewesen sein. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters war sie eine starke Frau.

Ihr charakteristischer Kopf machte sie sofort erkennbar – und diesem Kopf hatte sie auch ihren Spitznamen "Äffchen" zu verdanken.

Bei den gemeinsamen Gebeten in Nyerma war Ishe Spaldes die Vorsängerin. Wenn sie einmal nicht daran teilnehmen konnte, machte sich ihr Fehlen sofort im tastenden Suchen nach den richtigen Tönen bemerkbar. Wir müssen sehen, wer diese Aufgabe nun übernimmt.

Im Buddhismus gehört der Tod zum Leben. Doch ihr Tod hat auch für die anderen Nonnen in Nyerma eine besondere Bedeutung, da zum ersten Mal jemand aus ihrer Mitte gestorben ist. Sie ist, wie im Buddhismus üblich, nach der Verrichtung der Totenrituale verbrannt worden.

Das Kloster in Nyerma wird ohne sie nicht dasselbe sein.

 

Eine Gebetsmühle für Nyerma

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Was läuft schnell und kommt trotzdem nicht voran? - Eine Gebetsmühle für Nyerma

Ein ladakhischer Vater erzählte seiner Tochter einmal ein Rätsel: "Es läuft schnell, kommt aber nicht voran – was ist das? " Er meinte eine Drehmühle, mit der Gerste zu Mehl gemahlen wird. In Ladakh drehen sich nicht nur Getreidemühlen, sondern auch Gebetsmühlen, ohne sich von der Stelle zu bewegen - aber was in ihnen steckt, legt große Entfernungen zurück und ist allen Lebewesen von Nutzen.

Wer an den tibetischen Buddhismus, der Teil des täglichen Lebens der Nonnen in Ladakh und an vielen anderen Orten ist, denkt, dem kommen sofort die bekannten Gebetsfahnen in den Sinn. Sie flattern auf Klöstern, Tempeln und Bergpässen und auf den Hausdächern. Sind sind mit heiligen Sprüchen und Gebeten beschrieben, und wenn der Wind an ihnen entlang streicht, trägt er die guten Wünsche hinaus in alle Welt.

Ebenso wichtig wie die Gebetsfahnen sind die Gebetsmühlen. Es gibt sie in verschiedenen Größen, und sie werden manuell oder mit Wind- und Wasserkraft in Bewegung gesetzt. Die kleineren Gebetsmühlen sind für den persönlichen Gebrauch bestimmt; sie haben einen Holzgriff und können im Sitzen oder Gehen betrieben werden. Gebetsmühlen der größeren Version sind fest auf einer vertikalen Achse montiert. Sie werden oft an Wegen aufgestellt, die zu einem Tempel oder Kloster führen, so dass Passanten sie per Hand in Betrieb setzen können.

Unabhängig von der Größe einer Gebetsmühle bleibt ihr Prinzip immer dasselbe. Der Zylinder ist nur die äußere Hülle, der Schlüssel steckt im Innern – heilige Texte, genau wie auf den Gebetsfahnen. Werden die Gebetsmühlen per Hand im Uhrzeigersinn gedreht, werden mit jeder Umdrehung die vielen Gebete und guten Wünsche in die Welt gesandt. Dadurch wird die Energie der Mantras verteilt, und es wird nicht nur die Person, die die Gebetsmühle bedient, gesegnet, sondern auch alle diejenigen, auf die der Segen herniedergeht. Eigentlich soll bei jedem Kloster eine Gebetsmühle die Landschaft schmücken.

Die Dutch Foundation for Ladakhi Nuns (Niederländische Stiftung für die ladakhischen Nonnen, DFLN) engagiert sich seit vielen Jahren vor allem für pädagogische Projekte für die Nonnen in Ladakh. Gebetsmühlen fallen nicht darunter. Wir wollen von unserer Förderpraxis jedoch eine Ausnahme machen für ein Projekt, das von zwei DFLN-Förderen initiiert wurde. Anneke van der Heiden und Ellen Poelen sind beim "Marikenloop" (Marienlauf) im niederländischen Nimwegen (Nijmegen) mitgelaufen, um Geld für eine Gebetsmühle für die Nonnen in Nyerma zu sammeln. Die Gebetsmühle wird zwischen dem Kloster und dem nahegelegen, von den Dorfbewohner Nyermas erbauten neuen Tempel errichtet.

Die Gebetsmühle soll nicht nur den älteren Nonnen zu Gute kommen, sondern der ganzen Dorfgemeinschaft. Darüber hinaus ist das Projekt Teil der Bewahrung des Kulturgutes an diesem Ort, der seit Jahrhunderten als heilige Stätte angesehen und als Ort der religiösen Unterweisung und Meditation genutzt wird. Insbesondere stand hier bereits vor tausend Jahren die erste Klosterhochschule Ladakhs, deren Ruinen und Stupas immer noch rings um das neue Kloster in Nyerma herum stehen.

Die Initiative von Anne und Ellen ist in besonderer Weise aufgegriffen worden. Eine Förderin beschloss, die DFLN in ihr Testament aufzunehmen. Ihre letzten Worte zu dieser Entscheidung waren: "Dann kann ich von oben zusehen, wie die Nonnen Freude an dem haben, was ich ihnen gegeben habe." Die DFLN widmet einen Teil dieses Nachlasses der Gebetsmühle.

Noch ist allerdings nicht genug Geld zusammen gekommen, um das Projekt abzuschließen. Deshalb bitten wir alle um einen zusätzlichen Beitrag, damit das Projekt seiner Verwirklichung einen Schritt näher kommt. Ihre Spende können Sie unter dem Verwendungszweck "Gebetsmühle/ prayer mill Nyerma" auf folgendes Konto überweisen:

Bankverbindung: Triodos Bank Boornbergum
Kontonummer: 390100560
IBAN: NL60TRIO0390100560
BIC: TRIONL2U

Im Namen aller Nonnen in Nyerma: Vielen, vielen Dank!

 

 

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Die Geschichte der Nonnen in Ladakh

Ladakh ist eine Hochgebirgswüste im Nordwesten Indiens. Seit Beginn des zehnten Jahrhunderts n. Chr. nimmt der tibetische Buddhismus einen wichtigen Platz in der ladakhischen Kultur ein. Eine große Rolle spielte dabei der Lehrmeister und Übersetzer Rinchen Khando, der in Nyerma die erste buddhistische Hochschule Ladakhs gründete – an eben jenem Ort, an dem sich heute das neue Kloster Chattnyanling befindet, das eine Gruppe überwiegend älterer Nonnen beherbergt.

nyerma tashi

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