Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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Die Geschichte der Nonnen in Ladakh

Ladakh ist eine Hochgebirgswüste im Nordwesten Indiens. Seit Beginn des zehnten Jahrhunderts n. Chr. nimmt der tibetische Buddhismus einen wichtigen Platz in der ladakhischen Kultur ein. Eine große Rolle spielte dabei der Lehrmeister und Übersetzer Rinchen Khando, der in Nyerma die erste buddhistische Hochschule Ladakhs gründete – an eben jenem Ort, an dem sich heute das neue Kloster Chattnyanling befindet, das eine Gruppe überwiegend älterer Nonnen beherbergt.

nyerma tashi

In der örtlichen Gemeinschaft genossen Mönche hohes Ansehen. Sie waren zudem in der Lage, sich ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, denn sie wurden für die Gebete, die sie im Tempel sprachen, von den Gläubigen mit Geld und Geschenken bezahlt.

Erst spät wurde es Frauen erlaubt, Nonnen zu werden. Da ihnen in der tibetisch-buddhistischen Tradition die volle Ordination verwehrt ist, befinden sie sich gegenüber den Mönchen jedoch in einer untergeordneten Position, genießen geringen oder gar keinen Respekt und sind daher auch finanziell und hinsichtlich der Ausbildung stark benachteiligt.

In ladakhischen Familien war es lange Tradition, dass immer ein Sohn Mönch wurde, was das Ansehen der Familie steigerte, und eine Tochter Nonne. Die Nonnen erhielten jedoch keine gründliche religiöse Ausbildung, sondern mussten für die Mönche arbeiten – in der Regel als Haushaltshilfen, aber auch in körperlich schweren Tätigkeiten, wie etwa im Straßenbau.

Die Entwicklung der Nonnen blieb daher hinter jener der Mönche zurück. 1995 gab es in Ladakh nur noch einige hundert, zumeist ältere Nonnen. Dann veranstaltete die internationale Vereinigung der buddhistischen Nonnen, Sakyadhita, in Ladakh eine Konferenz zur Lage der Nonnen und schuf so in der örtlichen Bevölkerung und unter den Mönchen ein Bewusstsein dafür, dass sich etwas ändern musste, um die benachteiligte Lage der ladakhischen Nonnen zu verbessern. Im Anschluss an die 1997 stattfindende Folgekonferenz gründetet die tibetische Nonne und Ärztin Dr. Tsering Palmo die Ladakh Nuns Association (Ladakhische Nonnen-Vereinigung), mit dem Ziel, die Entwicklung der ladakhischen Nonnen zu fördern. Unterstützung fand sie dabei in den Niederlanden (Chomo-Stiftung) und anderen Ländern, vor allem in Deutschland, England und der Schweiz.

 

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