Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home Nachrichten Ladakh
Ladakh

Eine Gebetsmühle für Nyerma

E-Mail Drucken

Was läuft schnell und kommt trotzdem nicht voran? - Eine Gebetsmühle für Nyerma

Ein ladakhischer Vater erzählte seiner Tochter einmal ein Rätsel: "Es läuft schnell, kommt aber nicht voran – was ist das? " Er meinte eine Drehmühle, mit der Gerste zu Mehl gemahlen wird. In Ladakh drehen sich nicht nur Getreidemühlen, sondern auch Gebetsmühlen, ohne sich von der Stelle zu bewegen - aber was in ihnen steckt, legt große Entfernungen zurück und ist allen Lebewesen von Nutzen.

Wer an den tibetischen Buddhismus, der Teil des täglichen Lebens der Nonnen in Ladakh und an vielen anderen Orten ist, denkt, dem kommen sofort die bekannten Gebetsfahnen in den Sinn. Sie flattern auf Klöstern, Tempeln und Bergpässen und auf den Hausdächern. Sind sind mit heiligen Sprüchen und Gebeten beschrieben, und wenn der Wind an ihnen entlang streicht, trägt er die guten Wünsche hinaus in alle Welt.

Ebenso wichtig wie die Gebetsfahnen sind die Gebetsmühlen. Es gibt sie in verschiedenen Größen, und sie werden manuell oder mit Wind- und Wasserkraft in Bewegung gesetzt. Die kleineren Gebetsmühlen sind für den persönlichen Gebrauch bestimmt; sie haben einen Holzgriff und können im Sitzen oder Gehen betrieben werden. Gebetsmühlen der größeren Version sind fest auf einer vertikalen Achse montiert. Sie werden oft an Wegen aufgestellt, die zu einem Tempel oder Kloster führen, so dass Passanten sie per Hand in Betrieb setzen können.

Unabhängig von der Größe einer Gebetsmühle bleibt ihr Prinzip immer dasselbe. Der Zylinder ist nur die äußere Hülle, der Schlüssel steckt im Innern – heilige Texte, genau wie auf den Gebetsfahnen. Werden die Gebetsmühlen per Hand im Uhrzeigersinn gedreht, werden mit jeder Umdrehung die vielen Gebete und guten Wünsche in die Welt gesandt. Dadurch wird die Energie der Mantras verteilt, und es wird nicht nur die Person, die die Gebetsmühle bedient, gesegnet, sondern auch alle diejenigen, auf die der Segen herniedergeht. Eigentlich soll bei jedem Kloster eine Gebetsmühle die Landschaft schmücken.

Die Dutch Foundation for Ladakhi Nuns (Niederländische Stiftung für die ladakhischen Nonnen, DFLN) engagiert sich seit vielen Jahren vor allem für pädagogische Projekte für die Nonnen in Ladakh. Gebetsmühlen fallen nicht darunter. Wir wollen von unserer Förderpraxis jedoch eine Ausnahme machen für ein Projekt, das von zwei DFLN-Förderen initiiert wurde. Anneke van der Heiden und Ellen Poelen sind beim "Marikenloop" (Marienlauf) im niederländischen Nimwegen (Nijmegen) mitgelaufen, um Geld für eine Gebetsmühle für die Nonnen in Nyerma zu sammeln. Die Gebetsmühle wird zwischen dem Kloster und dem nahegelegen, von den Dorfbewohner Nyermas erbauten neuen Tempel errichtet.

Die Gebetsmühle soll nicht nur den älteren Nonnen zu Gute kommen, sondern der ganzen Dorfgemeinschaft. Darüber hinaus ist das Projekt Teil der Bewahrung des Kulturgutes an diesem Ort, der seit Jahrhunderten als heilige Stätte angesehen und als Ort der religiösen Unterweisung und Meditation genutzt wird. Insbesondere stand hier bereits vor tausend Jahren die erste Klosterhochschule Ladakhs, deren Ruinen und Stupas immer noch rings um das neue Kloster in Nyerma herum stehen.

Die Initiative von Anne und Ellen ist in besonderer Weise aufgegriffen worden. Eine Förderin beschloss, die DFLN in ihr Testament aufzunehmen. Ihre letzten Worte zu dieser Entscheidung waren: "Dann kann ich von oben zusehen, wie die Nonnen Freude an dem haben, was ich ihnen gegeben habe." Die DFLN widmet einen Teil dieses Nachlasses der Gebetsmühle.

Noch ist allerdings nicht genug Geld zusammen gekommen, um das Projekt abzuschließen. Deshalb bitten wir alle um einen zusätzlichen Beitrag, damit das Projekt seiner Verwirklichung einen Schritt näher kommt. Ihre Spende können Sie unter dem Verwendungszweck "Gebetsmühle/ prayer mill Nyerma" auf folgendes Konto überweisen:

Bankverbindung: Triodos Bank Boornbergum
Kontonummer: 390100560
IBAN: NL60TRIO0390100560
BIC: TRIONL2U

Im Namen aller Nonnen in Nyerma: Vielen, vielen Dank!

 

 

Weiterlesen...
 

Medikamente für Ladakh

E-Mail Drucken

Medikamente für Ladakh

Kurz nach der Flut-Katastrophe im letzten Sommer besuchte Giny ten Brummelhuis, ehemalige Vorsitzende der DFLN, Ladakh. Sie war erschüttert über die von der Flut verursachte Verwüstung und ihre Folgen für die lokale Bevölkerung. Als Reaktion organisierte sie zusammen mit ihrer Familie und Freunden eine Spendenaktion, um Geld für Medikamente für Ladakh zu sammeln.

In ihrem untenstehenden Brief erfahren Sie mehr über Ginys Spendenaktion, die insgesamt 530 € einbrachte! Der Betrag wurde von der DFLN nach Indien überwiesen und hat die finanzielle Unterstützung ergänzt, die die DFLN der Ladakh Nuns Association unter der Leitung von Dr. Tsering Palmo gewährt hat, um denen zu helfen, die durch die Flut obdachlos gewordenen sind oder Familienangehörige verloren haben.

palmo pulse

Weiterlesen...
 

Newsletter LNA Flutkatastrophe

E-Mail Drucken

Die Gebäude der Ladakh Nuns Association (LNA) wurden von den heftigen Regenfällen und der Überschwemmung in Mitleidenschaft gezogen. Hier ist ihr Bericht (in englischer Sprache).

Weiterlesen...
 

Katastrophe in Ladakh 3

E-Mail Drucken

Katastrophe LadakhNach der Flutkatastrophe in Ladakh flogen die meisten Touristen so schnell wie möglich nach Hause. Einige von ihnen blieben jedoch, um bei den Aufräumarbeiten, der Suche nach vermissten Personen und bei der Wiederherstellung von Straßen und Brücken zu helfen.

Hier ist ein Bericht von Rolf Pessel. Er lebt und arbeitet in Basel und lud uns ein, im Mai 2011 an der dortigen Universität einen Vortrag über die (historischen) Gründe für den heutigen Status der buddhistischen Nonnen in Ladakh zu halten.

Weiterlesen...
 

Update Flutkatastrophe in Ladakh

E-Mail Drucken

Ramp Ladakh
Fotos: Nana Ziesche

In den vergangenen Tagen ist die DFNL immer wieder angerufen und nach dem Wohlbefinden von Leuten gefragt worden, die sich im Augenblick in Ladakh aufhalten, oder danach, wie es den von uns unterstützten Nonnen geht.

Unserer stellvertretenden Vorsitzenden Maria van der Westen und ihrem Mann Danny geht es gut. In der Nacht, in der sich die Flutkatastrophe ereignete, wurden sie in Temisgang vom Sturm überrascht. Sie sind auf einen Berg gestiegen und übernachteten dort in einem Kloster, bevor sie nach Leh zurück trampten. Es war eine große Erleichterung, ihre Stimmen zu hören – zu unserer Überraschung funktionierte ihr Mobiltelefon.

Weiterlesen...
 


Seite 1 von 2

Adresse DFLN

Fotogalerien

Verschiedenes