2008
08-08 2010
In den vergangenen Tagen sind im Gebiet zwischen Pakistan und Tibet Katastrophen passiert: Aufgrund von Wolkenbrüchen haben sich in der normalerweise sehr trockenen Region schwere Schlammströme gebildet, die auf dem Weg ins Tal hinab alles mit sich mitgerissen haben. Dies ist in der Nacht zum 5. August auch in Ladakh und Umgebung passiert. Wir wissen unterdessen, dass mindestens 150 Menschen getötet wurden und noch viele vermisst werden. Der neue Busbahnhof ist eingestürzt, ebenso viele der Gebäude der Telefongesellschaft dahinter. Das große Eingangstor der Stadt Leh wurde weggespült. Der Anblick ist katastrophal, wie wir von einigen unserer freiwilligen Helfer gehört haben, die derzeit in Ladakh sind.
Der Flughafen war mit Schlamm und Steinen bedeckt, aber mittlerweile wurde die Landebahn geräumt, so dass Hilfsflüge mit Erste-Hilfe-Ausrüstung landen konnten und auf dem Rückflug Tausende von gestrandeten Touristen mitgenommen haben.
Einige Mitglieder unserer Organisation sind in Ladakh. Wir haben uns
um sie Sorgen gemacht, genau wie um das Wohlergehen der Nonnen, die
wir dort kennen.
Glücklicherweise konnten wir Kontakt aufnehmen zu Aniek Jaartsveld,
unserem Vorstandsmitglied und Koordinatorin der Freiwilligen: Ihr geht
es gut. Sie war mit zwei Freiwilligen in Nyerma, wo derzeit keine
Gäste sind. Das Nonnenkloster ist unversehrt, trotz Wasserschäden am
Dach, ebenso das Gästehaus. Dank einer großzügigen Spende von Essent
verfügen die Gebäude über eine Solaranlage, so dass es möglich war,
die Telefon-Akkus aufzuladen und uns in den Niederlanden anzurufen.
Momentan ist der Strom in Ladakh ausgefallen, die Nonnen haben also
Glück.
Den Nonnen in Sabu geht es gut: Die Schlammlawine ist neben ihrem Kloster niedergegangen, hat es aber nicht zerstört. Die Ladakh Nuns Association hat eine Nachricht geschickt, dass trotz der Nähe zum Flughafen dort nur Wasserschäden durch leckende Dächer entstanden sind, die Gebäude aber nicht wirklich beschädigt sind.
Die Gegend von Choglamsar, in der die meisten tibetischen Flüchtlinge leben, wurde am stärksten zerstört: viele Menschen werden vermisst und zahlreiche Häuser weggespült. Wir wissen noch nicht, wie die Situation unserer Freunde dort ist.
Einige Websites mit aktuellen Nachrichten aus der Region sind:
These are some photos we found on the internet.
We will try to keep you informed.
DFLN



