HomeStay

Homestay 2010
Fotos 2008
Zitate Gästebuch

Mithelfen

Sommer 2009

Newsletters

PDF 2008
2007
Jahresbericht 2006
Frühjahr 2006
February 2006
Herbst 2005
Frühjahr 2005

Vorig..

Europatour Nepali Nonnen
Ladakh Festival in Holland



DFLN NEWSLETTER 2007

2007 nähert sich dem Ende. Deshalb ist es für den Vorstand der DFLN an der Zeit, über die Aktivitäten des Jahres zu berichten. Wir tun das mit Freude, da 2007 erneut ein sehr fruchtbares und ertragreiches Jahr war.

Nyerma

Das neue Nonnenkloster in Nyerma hat sich unter der Aufsicht vom Thikse Rinpoche sehr verändert. Die 15 Zimmer sind jetzt fertig. Nyerma ist ein Teil vom Kloster Thikse und der Rinpoche hat das Land gestiftet, auf dem das Nonnenkloster gebaut worden ist. Deshalb spielt der Rinpoche in diesem Projekt eine wichtige Rolle. Zurzeit wohnen 17 Nonnen in Kloster, insgesamt ist Platz für 30 Frauen. Da derzeit noch kein Unterricht angeboten wird, ist es für die jüngere Generation noch nicht attraktiv, in diesem Kloster zu leben. Dies wird sich im nächsten Jahr ändern, wenn wir unseren Ausbildungsfond verwirklicht haben. Dann kann eine Lehrerin bezahlt werden. Das Kloster beschäftigt eine Frau aus dem Dorf, die jeden Tag das Essen für die Nonnen zubereitet. Die Nonnen wünschen sich eine Kuh, damit sie täglich Milch haben. Wir hoffen, diesen Wunsch im nächsten Jahr erfüllen zu können.

Rinpoche

Aniek Jaartsveld und Marlies Bosch haben den Rinpoche besucht, um über die Zukunft der Nonnen in Nyerma zu sprechen. Dabei wurde nachdrücklich betont – und das Versprechen abgegeben – dass die DFLN in den ersten Jahren für den Lebensunterhalt der Nonnen aufkommt, bis das Gästehaus genug Geld für die finanzielle Unabhängigkeit der Nonnen erwirtschaftet. Andere Themen waren der Gemüsegarten und die Möblierung des Gästehauses. Dies sorgte für einige Erheiterung: Wir betonten, dass die Bettgestelle Löcher zur Belüftung der Matratzen haben müssen, aber dies ist ein in Ladakh unbekanntes Konzept.
Aniek und Marlies standen in engem Kontakt zu Tenzin, dem Sekretär des Thikse Rinpoche. Er spricht fließend Englisch, so dass die Kommunikation einfach war. Zum ersten Mal war es nützlich, vor Ort ein Mobiltelefon zu haben: In Ladakh ändern sich Termine häufig in letzter Minute und diesmal konnten wir informiert werden.

Gästehaus

Wie durch ein Wunder, wurde in diesem Sommer das Gästehaus errichtet. Es ist ein hübsches, kleines Gebäude an einem einzigartigen Ort. Es hat sechs Doppelzimmer mit Bad. Die Aussicht ist wundervoll.
Der Rinpoche hat einen quirligen Mönch zum Aufseher gemacht. Innerhalb eines Monats stand das Gebäude und die Feinheiten dauerten einen weiteren Monat. Aniek Jaartsveld und Marlies Bosch haben die Einrichtung ausgesucht, z.B. (gute!) Matratzen, Bettwäsche, Gardinen und Linoleum. Der Rinpoche hat Schreiner bestellt, um die Möbel (Betten, Tische und Schränke) zu machen. Im nächsten Jahr soll das Gästehaus eröffnen und wir suchen Leute, die diese Aufgabe übernehmen wollen.

Aniek Jaartsveld

Aniek Jaartsveld, unsere Koordinatorin für freiwillige Helfer, war diesen Sommer für fünf Monate in Ladakh. Sie schreibt in einem gesonderten Artikel über ihre Erfahrungen und über die freiwilligen Helfer.

Cordaid

In diesem Jahr hat Cordaid unseren Antrag abgelehnt, weil sich die Förderkriterien geändert haben. Nur wenige bis gar keine Anträge für Gebäude wurden bewilligt. Dennoch befürworten sie weiterhin unsere Arbeit und wir können uns mit anderen Projekten bewerben.

Ladakh Nuns Association

Die LNA war in der Lage, mit Hilfe der DFLN ein zweites Stockwerk zu bauen. Der LNA-Komplex jetzt offiziell ein Nonnenkloster und es wurde dort sehr voll mit mehr als 20 Nonnen, die dort leben und studieren.
Zusammen mit Frauen aus Australien, Thailand und LNA-Mitgliedern haben wir uns einige Tage zum Thema Richtlinien zusammengesetzt. Die Themen waren: laufende und zukünftige Projekte, Langzeitprojekte, die finanzielle Situation, Aufgabenverteilung unter den LNA-Angestellten. Ein Buch über 10 Jahre LNA wurde zusammengestellt. Eine Gruppe von neun Nonnen ist dabei, ihr Amchi-Studium (traditionelle tibetische Medizin) in Leh unter Aufsicht von Dr. Palmo und einem weiteren erfahrenen tibetischen Arzt zu beenden. Unter anderem lernen sie, selber Medizin herzustellen. Aniek hat damit mittlerweile Erfahrung (s. Foto auf der Website). Die Nonnen mieten die Ausstattung zur Herstellung von Medikamenten. Nach ihrem Abschluss brauchen sie eine eigene Ausstattung. Wir werden versuchen, Mittel dafür zu finden.

Gephel Shadrubling Institute

Marlies Bosch und Aniek Jaartsveld haben eine Reihe von Gesprächen mit einer Gruppe von jungen Nonnen geführt, die in diesem Jahr das Gephel Shadrubling-Institut gegründet haben. Die Gruppe besteht aus elf Nonnen, die vorher im Mahabodhi-Nonnenkloster gelebt haben. Dort haben sie eine gründliche Ausbildung begonnen. Um ihre Studien fortzuführen, müssen alle Nonnen (und Mönche) Universitäten oder Institute außerhalb von Ladakh in Indien oder Nepal besuchen. Die Nonnen hatten die Idee, in Ladakh die Möglichkeit einer höheren Ausbildung zu schaffen. Dies ist definitiv revolutionär. Wenn die Nonnen ihren Abschluss haben, werden sie die Lehrerinnen sein. Vier von ihnen studieren in Kopan, Nepal, eine Nonne in Südindien und eine in Dharamsala. Fünf Nonnen studieren am Zentralen Institut für buddhistische Studien in Leh, Ladakh, wo sie Unterricht in Buddhistischer Philosophie, Englisch, traditioneller Tibetischer Holzschnitzerei und Kunstmalerei haben. Sie stehen in engem Kontakt untereinander und sind sich einig, dass ein Institut für eine höhere Ausbildung in Ladakh essentiell ist. Damit haben Nonnen erstmals die Chance, eine höhere Ausbildung zu erhalten, dies ist bisher Mönchen vorbehalten. Dies hat zudem den Vorteil, dass die Nonnen im Klima von Ladakh bleiben können und nicht im warmen und feuchten Südindien oder Nepal leben müssen. Die LNA plant ebenfalls ein Institut für eine höhere Ausbildung. Die beiden Initiativen ergänzen sich. In Sabu baut die LNA eine Schule, die bis zum 13. Schuljahr führt. Danach können die Nonnen nach Phey in der Nähe von Spituk wechseln, wo die Gephel-Nonnen ihr Institut planen. Dies wird allerdings noch viele Jahre dauern und Geld dafür steht noch nicht bereit. Für beide Projekte ist allerdings schon ein Stück Land vorgesehen.

Buchhaltung

Erstmalig konnten wir einen professionellen Jahresabschluss an das Finanzamt übergeben. Ab sofort arbeiten wir mit Codes, die die Buchhaltung leichter nachvollziehbar machen. Aus den Zahlen geht hervor, dass wir 2006 rund 45.000 Euro gespendet haben. Ein Teil kam von Cordaid (12.500 Euro), aber das meiste kam von Sponsoren, Spenden und unseren Aktivitäten.

Festivals

2007 haben wir zwei Ladakh-Festivals organisiert. Eins in Haarlem (im Westen der Niederlande) und eines in Nijmegen (im Osten des Landes). An beiden Orten kam eine überwältigende Anzahl an enthusiastischen Gästen. Wir konnten einen enormen Geldbetrag sammeln, der zum Teil aus den Eintrittsgeldern stammt. Beide Festivals endeten mit einem Benefizdinner. Einige Köche hatten sich bereit erklärt, leckeres Essen zu zaubern. Das Interesse an den Workshops und Vorträgen war sehr groß. In Nijmegen hat Nel de Jong, die einzige tibetische Ärztin in den Niederlanden, über ihre Arbeit berichtet. Sie kennt Dr. Palmo aus der Zeit als sie gemeinsam in Indien studiert haben. Das Festival in Nijmegen war kombiniert mit einem Auftritt von sechs Nonnen aus dem Kopan-Nonnenkloster in Nepal. Sie waren auf Tournee in den Niederlanden, um Geld für ihr Kloster zu sammeln. Marlis Bosch hat eine PowerPoint-Präsentation über das Kopan-Kloster gehalten. In diesem Kloster leben und studieren auch Nonnen aus Ladakh. Wir planen, die Lehrer im Khachoe Ghakyil Kloster in Kopan zu fragen, den Ladakhischen Nonnen traditionelle Tänze, Gesänge und Rituale beizubringen, damit sie ihre Schwestern in Ladakh unterrichten können. In Zukunft können sie vielleicht sogar in Europa auf Tournee gehen.

Vorträge

Verschiedene Vorstandsmitglieder haben Vorträge über das Leben der Ladakhischen Nonnen oder Reisen in Tibet und Ladakh gehalten. Bei Bedarf werden wir 2008 ebenfalls Vorträge und Präsentationen halten.

Medien

Das Thema Ladakh und das Leben der Nonnen war Inhalt zahlreicher Artikel in den Medien. Die meisten Artikel entstanden rund um die Festivals. Viele regionale Zeitungen haben Artikel über die Nonnen geschrieben. Wir stehen für Interviews über die Situation der Ladakhischen Nonnen zur Verfügung. 2006 und 2007 waren eine Reihe von Filmteams in Ladakh, um die Nonnen in Nyerma zu filmen. Ein indisches Filmteam hat Dr. Palmo interviewt. Eine Kurzversion des Films wurde beim Ladakhfestival in Nijmegen gezeigt, der gesamte Film wird zum Jahresbeginn 2008 fertig sein. Ein Vorstandsmitglied wurde für diesen Film zur Arbeit der DFLN interviewt.

Spenden

Aus Solidarität mit buddhistischen Nonnen haben wir 2007 wieder großzügige Spenden von römisch-katholischen Nonnenklöstern erhalten. Wir sind sehr dankbar für diese Geschenke, die unsere Arbeit in Ladakh möglich machen. Das dritte Jahr in Folge haben uns die Besitzer des Campingplatzes “les Matherons” in Frankreich ihre Trinkgelder geschenkt. In diesem Jahr waren dies 1250 Euro. In diesem Jahr haben wir zudem erfahren, dass jemand uns in ihrem Testament bedacht hat, weil wir unsere besonders den alten Nonnen widmen. Die Menschen können bei uns sicher sein, dass das Geld an die, vom Spender vorgesehene, richtige Stelle gelangt. Mehr und mehr Menschen unterstützen eine Nonne oder eine Gruppe von Nonnen. Die Tatsache, dass die Leute wissen, dass wir nur die nötigen Ausgaben für das Bankkonto und für die Festivals machen und dass Vorstand und freiwillige Helfer ihre Arbeit ehrenamtlich leisten, führt dazu, dass mehr Menschen unsere Stiftung unterstützen.

Vorstand

Die Vorstandsvorsitzende ist Giny ten Brummelhuis, Annet Stokroos ist Kassenwartin, Sekretär ist Marlies Bosch, Myra de Rooy ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Aniek Jaartsveld ist Koordinatorin für freiwillige Helfer. Daneben kümmert sich Joan Moonen um den Verkauf von Büchern, Postkarten und andere Produkte. Gemeinsam sind wir ein starkes Team, dass sich in Ladakh in enorm für die Nonnen engagiert. In den USA werden wir von John Lea und Jessica Mack (jessmack@gmail.com) unterstützt. Sie besuchte in diesem Sommer erneut Ladakh, um den Einfluss des tibetischen Buches “Healthy Body, Healthy Mind”, das im vergangenen Jahr erschienen ist, zu untersuchen. Unser deutsches Vorstandsmitglied, Doris Eddelbüttel, lebt derzeit in einem Buddhistischen Kloster in England und kümmert sich unter anderem um die deutsche Übersetzung der Texte für die Website. Sie war oft in Ladakh.

Chomo

Die Chomo-Stiftung, die sehr aktiv bei der Unterstützung Ladakhischer Nonnen war, wurde Mitte 2007 geschlossen. Das verbleibende Geld wurde der DFLN überwiesen, wofür wir sehr dankbar sind. Wir hoffen, dass die bisherigen Sponsoren und Unterstützer der Chomo-Stiftung in Zukunft der DFLN treu bleiben.

Danksagung

Natürlich wollen wir uns bei allen Menschen bedanken, die ihre Arbeit in unsere verschiedenen Aktivitäten (z.B. Festivals) eingebracht haben. Jedes Mal bieten neue Leute an, in ihrer Stadt das nächste Festival zu organisieren. Das nächste Festival wird voraussichtlich im Süden des Landes stattfinden, organisiert von drei Frauen, die im Sommer Ladakh besucht haben. Auf diese Weise wächst die Stiftung immer weiter. Wir sind außerdem allen Menschen sehr dankbar, die die Nonnen finanziell durch Einmalspenden oder fortlaufendes Sponsoring unterstützt haben. Wir wissen, dass die Nonnen uns täglich in ihre Gebete mit einschließen.

Organisation

Zum Abschluss: Wir sind dabei, unsere Aktivitäten und Strukturen effizienter zu gestalten. Darüber werden wir Sie auf unserer Website informieren. Wenn wir Ihre E-Mail-Adresse haben, erhalten Sie eine persönliche Mitteilung.

November 2007
Für den Vorstand: Marlies Bosch, Geschäftsführerin der DFLN und Doris Eddelbüttel.


top