Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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Katastrophe LadakhNach der Flutkatastrophe in Ladakh flogen die meisten Touristen so schnell wie möglich nach Hause. Einige von ihnen blieben jedoch, um bei den Aufräumarbeiten, der Suche nach vermissten Personen und bei der Wiederherstellung von Straßen und Brücken zu helfen.

Hier ist ein Bericht von Rolf Pessel. Er lebt und arbeitet in Basel und lud uns ein, im Mai 2011 an der dortigen Universität einen Vortrag über die (historischen) Gründe für den heutigen Status der buddhistischen Nonnen in Ladakh zu halten.

Rolf Pessel:

Eine erlebnisreiche Zeit hatte ich wahrlich, die mit der Katastrophe in Leh endete.

Ein unvorstellbares Gewitter hat in der Nacht zum 6. August zur Katastrophe geführt, die alleine in Leh 160 Menschen das Leben gekostet hat. 3 Tage sassen wir in Leh fest, da auch der Flugplatz sowie die beiden Zufahrtstrassen von Manali oder Srinagar aus zerstört waren und z.T. noch sind.

Wir nutzten die Zeit um zu helfen wo es ging. Da meine Partnerin als Ärztin bereits im Oktober im Krankenhaus aktiv war sind wir am nächsten Morgen, als klar wurde, dass wir nicht wie geplant nach Delhi ausfliegen können zum Krankenhaus. Dazu brauchten wir ein Taxi oder ein anderes Transportmittel. Die ganze Stadt war aber geschlossen, kein Auto fuhr in diesem Stadtteil. Zufällig traf ich jedoch meinen Motorradvermieter, der nach langem Palaver mir doch noch ein Motorrad gab.

ziekenhuis verwoest in Leh

Noch nicht wissend was eigentlich passiert ist erfuhren wir dann beim Anblick der Gov.Hospitals von der Katastrophe. Da wir sogar noch vor dem eigentlichen Personal dort waren begannen wir mit der Evakuation und Leerräumen des vollständig unbrauchbar gewordenen Krankenhauses.

Recht schnell organisierten sich die Menschen. Eine Notfallstation wurde im Wärterhäuschen eingerichtet. Touristenärzte operierten gefechtsfeldmässig. Claudine lag besonders die Gebärabteilung am Herzen, die wir dann in ein 5km entferntes Krankenhaus, dass allerdings noch nicht fertiggebaut ist verlegten. Dabei half das Motorrad da ich damit viel besser durch Schlamm und Chaos durchkam. Die Rahmenbedingungen waren entsprechend: Kein Wasser, kein Strom, keine Kommunikationsmittel, keine Tankstelle, alle Geschäfte geschlossen, da viele beim Ausgraben halfen oder Anghörige verloren hatten. Jedenfalls sind wir mit viel Leid und Schrecken konfrontiert wurden.

Zuvor mussten wir auch an anderen Orten Regenschäden feststellen, so ist z.B. in Karsha die Hälfte der grossen Versammlungshalle weggespült und einige Mönchsbehausungen zerstört worden. In Ort selbst sind 3 Brücken weggerissen worden.

Oder in Basgo, wo ein paar Stunden, nachdem wir durchgefahren sind ein Erdrutsch 14 Menschen in den Tod riss und die Brücke zerstörte.

Das es auch in Choglamsar sehr viel Zerstörung gab wusste ich, www.dailymotion.com/video/xeer45_inondations-a-leh-ladakh-aout-2010_news, dass es aber sogar bis hinter Thikse und zu Eurem Homestay ging ist mir neu.

Für den Wiederaufbau wünsche ich alles Gute und viel Erfolg. Auch in Zanskar bei Freunden sind einige Häuser zerstört, aber es gab zum Glück keine Katastrophe.

Herzliche Grüsse
Rolf Pesse

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