Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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Nimm Platz und nimm Dir einen Moment Zeit … .

Gestern Abend erhielten wir einen Anruf und die Mitteilung, das der Dalai das Kloster in Basgo besuchen werde.

Ein Besuch war bereits am letzten Sonntag geplant gewesen, aber da das Sicherheitspersonal nicht vorab informiert gewesen war, fuhr die Kolonne des Dalai Lamas weiter.

Heute Morgen erhielten wir einen weiteren Anruf von Chosdon, einer der Nonnen: Ob wir eher kommen wollten? Der Dalai Lama solle eine Stunde früher ankommen. Wie sollten wir das schaffen? Schließlich saßen wir in einem Taxi, das mit Höchstgeschwindigkeit nach Basgo fuhr. Wir kamen erst nach 9 Uhr an, aber es standen noch keine Autos dort, sondern nur überall Sicherheitsleute.

Der Geshe (Lehrer) des Klosters teilte den Sicherheitsleuten mit, dass wir dazu gehörten. Zuerst mussten wir vorführen, dass man mit unseren Kameras wirklich Fotos machen konnte, und dass es sich bei ihnen nicht um Geheimwaffen handelte, dann wurden Aniek und ich in den Tempel hineingelassen. Die Leute draußen wurden ebenfalls auf Waffen untersucht, indem sie durch ein kleines mobiles Sicherheitstor gehen mussten. Es dauerte lange, bis die Prozession eintraf. Die Gesichter der Nonnen strahlten: Der erste Besuch Seiner Heiligkeit in einem Nonnenkloster in Ladakh! Ein geschichtsträchtiger Tag!

Der Dalai Lama kam herein und setzte sich. Dechen, die Äbtissin, reichte ihm die Zielstellungen des Klosters, die er sich aufmerksam durchlas. Dann hielt er eine kurze Ansprache, die der Bedeutung der Bildung der Nonnen gewidmet war. Leider sagte er, dass er nicht derjenige sei, der über die volle Ordination der Nonnen (to bikhuni) zu entscheiden habe, aber da sie nun in der Lage seien, sich zur Geshe-ma (Lehrerin in buddhistischer Philosophie) ausbilden zu lassen, ermutigte er sie, hart zu arbeiten, um dieses Ziel zu erreichen.

Es war so berührend – die Gephel-Nonnn hatten ihn fünfmal eingeladen, und waren dafür persönlich nach Dharamsala gefahren und hatten auch sein Büro hier aufgesucht, und jetzt saß er endlich hier auf einem Sessel in ihrem temporären Tempel!

 

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Irgendwann sagte der Sekretär des Dalai Lamas, dass ich ihm das Buch über seinen Besuch in den Niederlanden überreichen könne. Ich war so perplex, dass ich über den Teppich stolperte.

Der Dalai Lama nahm das Buch, begann die Bilder zu überfliegen, und als er eins von sich selbst zusammen mit Erica Terpstra sah, gab er in fröhlichem Ton die Ereignisse in Ahoy für alle Anwesenden wieder.

'Das ist meine alte Freundin in Holland. Ich mache immer Späße mit ihr über ihr Gewicht..' Und zu den Bildern von Paula de Wys sagte er: 'Sie wohnt auf einem Boot, und ich werde dort einmal vorbeischauen, wenn ich nach Holland zurückkehre!'

Gegen Ende des Besuches forderte der Sekretär mich auf, ein Foto des Dalai Lamas mit allen Nonnen zu machen. Danach nahm er mir die Kamera aus der Hand und sagte 'Setzen Sie sich dorthin' und überreichte den Mönchen die Kamera, um Bilder zu machen. Dann wurde den Dorfbewohnern erlaubt, für ein Bild mit dem Dalai Lama zu ihm zu kommen, was endlos dauerte … .

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Indem sie es schafften, den Dalai Lama in ihr noch nicht fertiggestelltes Kloster einzuladen, haben diese Nonnen dem ganzen Dorf gezeigt, dass sie als Frauen in der Lage sind, alles zu schaffen.

Wie ich in der Schlussbemerkung meines letzten Berichts sagte: Habe keine Erwartungen, und etwas schönes und unerwartetes wird Dir vor die Füße fallen.

Marlies

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