Dutch Foundation for Ladakhi Nuns

zur Unterstützung von tibetisch-buddhistischen Nonnen in Ladakh, Indien

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Heute, 6. Juli, ist der Geburtstag des Dalai Lamas, und er fällt in diesem Jahr in die 33. Kalachakra. Heute Morgen war ich bereits früh auf. Um 8 Uhr nahmen wir ein Taxi und kamen kurz vor dem Beginn seiner Geburtstagsreden an.

In der Presseabteilung waren zahlreiche örtliche Kollegen, einige von ihnen mit teuren Kameras, andere mit winzig kleinen, was komisch aussah. Ich konnte nicht ein einziges Wort der meisten Festreden verstehen, da sie nur auf Tibetisch und Ladakhi gehalten wurden. Gelegentlich sagte der Dalai Lama etwas in English.

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Dann stand plötzlich Richard Gere an der Kanzel. Das Lustige war, dass niemand in der Menge von 150.000 einheimischen Besuchern die geringste Ahnung hatte, wer Richard Gere ist, geschweige denn, dass er mit dem Dalai Lama seit 33 Jahren in Kontakt steht. Es entstanden einige nette Bilder, und natürlich hielt Richard Gere auch eine Rede, die sich vor allem an die 'Ausländer' im Publikum richtete.

Schließlich war der Dalai Lama selbst an der Reihe... . Aber bevor er ein Wort sagen konnte, hörten wir Schreie aus dem Publikum. Dann lief eine Frau auf den Dalai Lama zu. Offensichtlich wusste jeder gleich, was vor sich ging: sie war von einem Dämonen besessen und lief zum Dalai Lama, um ihn um Erlösung zu bitten.

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Mit der Hilfe sowohl der Sicherheitsleute als auch einiger Soldaten wurde die Frau zum Dalai Lama gebracht. Sie weinte eine Weile, fiel zu Boden und stand dann wieder auf. Der Dalai Lama legte seine Hand auf sie, und dann verlor sie das Bewusstsein und wurde liebevoll von sechs Paaren Händen fortgetragen. Zehn Minuten später lief ein Mann mit denselben Symptomen zur Bühne, begleitet von lautem Rufen. Auch er kam zum Dalai Lama, um geheilt zu werden, und verlor dann ebenfalls das Bewusstsein.

Ich war vor allem wegen der Nonnen gekommen. Deshalb verließ ich den Pressebereich und suchte den Bereich auf, in dem sich die Nonnen aufhielten. Was dort geschah, war wirklich unerwartet und herzerwärmend. Ich hatte keine Ahnung, dass ich so viele Nonnen kannte! Ich hörte Rufe nach 'Marlies' oder 'Schwester' aus der Gruppe, sah winkende Hände und lachende Gesichter. Dann machten die Nonnen Platz, damit ich sitzen konnte … . Nun fühlte ich mich wieder wie zuhause, und dies wollte ich in dem Bild wiedergeben ... . Nonnen aus Dharamsala, aus Kopan in Nepal, von überall her.

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Marlies

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